Woche mit Zehnbier! 17.KW „Weiter geht die Eierei“

[podcast]http://naitpage.de/new/media/2011-04-30_franz_zehnbier_-_weiter_geht_die_eierei_-_lq.mp3[/podcast]Ostern ist vorbei und weiter geht die Eierei.
Die so genannte „zivilisierte westliche Welt“ hat keine Antworten auf die Frage, wie wir zu einer friedlichen Welt kommen. Keine für Libyen, Syrien, Palästina, Israel, Afghanistan und die vielen von unserer Öffentlichkeit überhaupt nicht mehr wahrgenommen Kriege. Unsere Waffen waren, sind und bleiben ein Exportschlager. Leider lässt sich mit Frieden kein Geld verdienen. Menschen gibt es eh schon zu viele, und das bedroht unseren Luxus. Apropos Luxus – da fällt mir doch gleich die Hochzeit von William und Kate ein. Um die Hochzeit auszurichten, werden im Vereinten Königreich den Ärmsten der Armen Sozialleistungen gestrichen. Eine Hochzeit ist ja an sich eine rein private Angelegenheit – aber in einem Inselstaat ist ja quasi jeder mit jedem verwandt. So ist es dann auch gerechtfertigt, wenn alle zusammenlegen, um eine Hochzeit auszurichten.
Unter dem ganzen Glamour vom Britisch Empire, verliert Fukushima seinen strahlenden Glanz in den Medien, obwohl sich dort an der Lage nichts geändert hat. Bei uns im Lande wird es still in der Atomdebatte, die Zustimmung aus der Bevölkerung zur „Terrorabwehr“ der Bundeswehr im Ausland ist nicht mehr existent, und der Regierung droht ein neues politisches Fukushima. Um den politischen Super-GAU abzuwenden hat das BKA in NRW Amtshilfe geleistet und fix drei Terroristen aus dem Hut gezaubert. Bin Laden & Co. sichern sozusagen jetzt eine Regierung vor dem totalen Machtverlust, die gegen ihre Interessen kämpft. Einfach unglaublich!
Außenpolitisch wirkt Deutschland ja schon länger durch den Wind und nicht mehr ernst zu nehmen. Da hilft auch keine Westerwelle, die zur Eröffnung einer Ausstellung mit Werken des jüngst verhafteten chinesischen Künstlers in Berlin in einem aufgeblasenen Kinderplantschbecken (Made in China – in dem sich kein Wasser befindet) versucht, einen Tsunami auszulösen. Das ist in etwa so, als wenn in Deutschland ein Sack Kartoffeln umfällt – keiner in China wird es erfahren und keinen interessieren, denn dort isst man traditionell Reis. Die Kultur – Kunst unserer Aufklärung – findet allerdings dort am Platz des Himmlischen Friedens statt, obwohl wir die so dringend selber benötigen. Vor allem unsere Politiker hätten da dringend ein Bildungspaket nötig. Denn: Wenn sie den Bürger über etwas aufklären wollen, versteht dieser eh nur Chinesisch. Damit auch künftige Generationen die Politik nicht verstehen, wird Deutsch auch weiterhin für das Volk als Sprache im Grundgesetz vorgeschrieben. Wer Chinesisch lernt, gilt als staatsgefährdendes Element und wird vom Verfassungsschutz beobachtet – genau wie die Demonstranten vom ersten Mai.
Mit einer welken Nelke im Knopfloch von meinem alten Kampfanzug (weil ich die verstaubte Plaste-Nelke aus der „guten alten DDR“ einfach nicht wiederfinden konnte) verbleibe ich mit einer Schüssel Erbsensuppe in der Hand bis zur nächsten Woche Euer Franz Zehnbier.

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