Franz Zehnbier – Wissen ist Macht

Franz Zehnbier - Wissen ist Machtaber wer weiß das schon so genau, ich habe da – immer wieder ein ungutes Gefühl – gegen das Unwissen anderer machtlos zu sein.

Doch alleine viele Informationen zu besitzen oder zu sammeln – bedeutet noch lange nicht etwas zu wissen.
Das geht mir so, dass geht Dir so, das geht dem NSA so …

Erst wenn man die Informationen verarbeitet – entweder – klassisch im Kopf – oder mit Hilfe von Software – die aber auch nur – wenn auch anderen –  klassischen Köpfen entsprungen ist – kann daraus Wissen werden – muß es aber nicht.
Wie jetzt sagen sie? Muß es aber nicht?

Genau denn Euer Kopf beziehungsweise die eingesetzte Software macht aus den Informationen „sogenanntes Wissen“.

Die Köpfe sprich die Software ist darauf konzipiert aus den Informationen, das vermeintliche heraus zu filtern – die wir zu finden begehren. Die meisten von uns kennen das – wenn man im Internet etwas sucht – da erhält man selten gleich die richtigen Suchergebnisse – dafür jede menge Werbeanzeigen. Doch es gibt ja zusätzliche Suchkriterien – was für dich und mich aber nicht beutet den gesuchten Informationen näher kommen zu müssen.

Jeder weiß sicher aus eigener Erfahrung je konkreter man etwas sucht – je geringer die Ergebnisse. Doch wer viel „Wissen“ will wie zum Beispiel die NSA, muß bei dem durchforsten von Informationen viele Suchkriterien angeben wobei er dann wieder auf unübersichtliche Mengen von Ergebnissen kommt.

So kann es denn passieren wenn du oder ich sich in einem Forum oder bei Facebook, USA kritisch geäußert haben, oder einen „Gefällt mir“ klick bei einer Satire über die USA, oder die Taliban gemacht haben, daß dir oder mir die einreise in die USA verweigert wird oder wenn es hart auf hart kommt du oder ich von der NSA aus deinem zu hause entführt – ins Ausland verschleppt und gefoltert werden.

Doch um letzteres zu erreichen – werde ich sicher noch – die eine oder andere Kolumne schreiben müssen.

Um das Thema besser begreifen zu können mache ich jetzt mal einen Perspektivwechsel. Nehmen wir mal ganz fiktiv an ich wäre Innenminister unseres Landes – und ich sammele Informationen über sie ohne das sie eine Ahnung davon hätten.

Ich wüsste zum Beispiel – das sie – ja sie meine ich – daß sie der festen Meinung sind, das, der Staat – die Regierung – ihnen sprich dem Volk eh kein Gehör schenkt. So lange sie nicht wissen das ich davon Kenntnis habe scheint alles gut.
Doch wehe sie erfahren das – weil einer der mir untergeben Mitarbeiter nicht mehr in seinem gut überwachten zu Hause leben will – sondern es vorzieht in einem Transitbereich eines Flughafens zu nächtigen oder in einem Land zu leben wo ein „großer Demokrator“ regiert der selbst Gesetze gegen Schwule Propaganda erlassen hat.

Dann entrüsten sie sich darüber das der Staat ihnen keine Privatsphäre gewährt und keinen Datenschutz.
Damit so etwas bei uns nicht passiert und ich dennoch alles über sie in Erfahrung bringen kann, habe ich mit dafür gesorgt – daß alle Informationen über sie, durch ein befreundetes Land geleitet werden in dem man auch Interesse an ihnen hat. Und für dieses entgegenkommen – bekomme ich dann von unseren Freunden, die eine oder andere nützliche Information über sie, wenn es ihnen notwendig erscheint um das Bild der Geheimdienste wieder ins rechte Licht zu rücken.

Zum Beispiel der Tip der NSA, das in Mainz ein Tourist mit einem Kaffeebecher in einen ICE steigen wolle…. um Panik zu vermeiden entschloss man sich, daß die Bahn den Bahnhof nicht mehr an fährt und schickte die Stellwerker in den Urlaub. Doch macht ein Bombenanschlag in einem ICE der deutschen Bahn Sinn? Wer öfter mit diesen Zügen unterwegs ist, soll den glauben, daß es einer Bombe bedarf damit die Züge auseinander fallen? Selbst der dümmste Terrorist, hätte das begriffen bei seiner Erkundungsfahrt im ICE mit ausgefallener Klimaanlage, verriegelten Toiletten und Zugtüren mit gelben Hinweiszettel: Die Tür kann aus Sicherheitsgründen nicht geöffnet werden, die Störung wurde bereits gemeldet.
Thanks for trabbel mit Deutsche Bahn!

Die Zeiten in denen noch Sektkorken im Bordbistro krachten und krachen durften sind lange her, aus Angst ein Korken könne die Wände des Zuges durchschlagen und eine solche Druckwelle wie sie beim öffnen einer Flasche entsteht könne den Zug zerstören – gibt es seit Jahren zu Ihrer Sicherheit nur noch Picoloflaschen mit Drehverschluss.

Und jetzt fehlt mir der Dreh zum Schluß –

weil ich noch zehn Bier trinken muß.

Und ich behaupte nie wieder – dass man uns ausspioniert – der Staat schenkt uns einfach nur mehr Gehör – sprich die Geister die ich rief….

in diesem Sinne verbleibe ich herzlichst bis zum nächsten mal euer Franz Zehnbier!

Wissen ist Macht ist im Deutschen ein geflügeltes Wort, das auf den englischen Philosophen Francis Bacon (1561–1626) zurückgeht.

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