Franz Zehnbier – Phantastische Nacht

gute n9Welch ein Motto für einen Abend voller Worte, so kurz vor der Wahl in unserem Lande. Doch gerade jetzt nach den vergangenen Wochen des Wahlkampfes in denen man überall die nichtssagenden erstarrten Köpfe von den Politikern so hoch an die Laternen gebunden hat – damit ja keiner auf die Idee kommt – sie abzuschneiden und wieder zu beleben – gab es keine bessere Wahl.[podcast]http://naitpage.de/new/media/2013-09-18_franz_zehnbier_-_phantastische_nacht_xxl.mp3[/podcast]

Phantastische Nacht

Eine Frau die im zweiten Stock eines Hauses wohnt versuchte eine Anzeige bei der Polizei aufzugeben, das Peer Steinbrück sie seit Tagen in ihrem Schlafzimmer wie ein Spanner vom Laternenpfahl vor ihrem Haus aus beobachte und sie nicht mehr ruhig Schlafen könne.

Die Polizei dankte ihr für den Hinweis und teilte ihr mit – daß jetzt Wahlkampf sei und sie bis 10 Tage nach der Wahl – da nichts machen könne.

Mit den Worten: „wenn die Polizei nichts unternehmen würde – könne sie nichts dafür – sollte es Tote geben“ verließ sie das Polizeirevier.

Ein Mann der auf der Wache neben ihr stand und den Diebstahl seines Mercedes anzeigte sprach sie dann draußen vor der Tür des Reviers an und versprach ihr Abhilfe.

Und siehe da der freundliche Mitbürger hielt sein versprechen… und schon war der Steinbrück weg vom Fenster…. doch was tat der Mann jetzt … sie traute ihren Augen nicht. Er kletterte wieder auf die Leiter aber dieses mal mit dem Kopf von „unserer“ Angie unter dem Arm.

Während sie nach Fassung rang, nein, nein das darf doch alles nicht wahr sein winkte er ihr noch – bevor er das Plakat angebracht hatte freundlich von der Leiter aus in ihr Schlafzimmer bevor eine Windböe in erfasste – er das Gleichgewicht verlor und samt der Leiter einen müden Wahlkampfhelfer von den Grünen – der ohne Helm und völlig entkräftet vom „Vegie Day“, mit seinem Fahrrad auf dem Heimweg war – auf der Straße erschlug.

In genau diesen Moment – klingelte es an ihrer Tür – sie erwartete keinen Besuch – mit den Gedanken – bestimmt wieder die Zeugen Sofas vermutete sie – na wenigstes reden die nicht von Politik dachte sie und öffnete die Tür.

Doch statt der erhofften Zeugen waren es die Jünger des Hl.Gabriel von der SPD die einfach mal auf einen Hausbesuch hereinschauen wollten.

Kurzerhand schickte sie die Jünger nach unten in den Hausgemeinschaftsraum einen ehemaligen Schutzraum ohne Fenster im Keller mit dem versprechen zusammen mit anderen Nachbarn Essen und Getränken zu ihnen zu kommen.

Leise verriegelt sie die Schutzraumtür hinter ihnen und schaltet das Licht aus.

Zurück in Ihrer Wohnung angekommen schenkt sie sich sichtlich zufrieden ein Glas Wein aus einem Tetrapack ein. Dann drückt sie die Taste ihrer Fernbedienung, sie zappt, und zappt über all das gleiche Programm .. daß kann doch wohl nicht wahr sein – auf allen Kanälen die gleiche Sendung – zwei Politiker mit schlecht auswendig gelernten Statements aus Worthülsen – ich sage ja schon lange, das wir entscheidet – gemeinsam erfolgreich – diese Politik fortsetzen – ich habe immer wieder darauf hingewiesen – wir sollen ihnen doch nicht im ernst glauben schenken – das ganze ist eine katastrophale Politik – die Agenda 2010 war ein Erfolg – dafür stehe ich nicht zur Verfügung.

Also dafür bekommen die keinen Rundfunkbeitrag mehr von mir – als sie sich gerade richtig in rage reden wollte ging das Licht aus – auch im Viertel war auf einen Schlag alles dunkel und es war still.

Draußen erleuchtete nur das rhythmische Blaulicht der Polizei und das vom Krankenwagen die Nacht. Mit ihrem Glas Wein in der Hand beobachtete sie von ihrem Fensterbrett aus noch eine ganze Weile – das skurrile Schauspiel in dieser lauen Nacht – wie der Rettungsassistent und der Notarzt vergeblich versuchten die Politik auf der Straße wieder zu beleben.

Kopfschüttelnd ging sie ins Bett als sie den Wein geleert hatte – nach Tagen der Schlaflosigkeit konnte sie endlich wieder schlafen und hatte eine Phantastische Nacht…

Sie träumte davon das es nach der Wahl endlich gerechter in unserem Lande zuging. Dank des eingeführten Mindestlohnes von 10,50 €uro und der Abschaffung der ungerechten Behandlung bei der Bezahlung der Menschen in Ostdeutschland erblühte das ganze Land.

Nach und nach konnten Tafeln und Suppenküchen schließen. Kindergärten und Kinderbetreuung nach der Schule war gesichert.

Asylsuchende wurden endlich wie Menschen behandelt – sogar in Bayern.

Ein Konsens für die Endlagerung vom Atommüll wurde gefunden – die Bergung des Atommülls aus der Asse wurde ein Erfolg.
Der Berliner Flughafen wurde endlich fertig gestellt, auch mit Stuttgart 21 wurde am Ende alles gut und sie vernahm die ersten Klänge aus der Elbphilharmonie die nach Musik und nicht nach Baulärm klangen….  als ihr Wecker klingelte.

Der Strom war wieder da. Während sie ich einen Kaffee kochte den sie in der vergangenen Woche bei der Tafel bekam erinnerte sie ich schemenhaft an den gestrigen Abend.

Da vielen ihr auch die Jünger des Hl. Gabriel im Keller wieder ein. Sie begab sich in den Keller schaltete das Licht ein und öffnete vorsichtig die Tür.
Da saßen sie alle ziemlich angeschlagen auf der Bank und grinsten sie an, sie hatten Kerzen gefunden und in der Nacht die ganzen Chips und den Alkohol vernichtet den sich Opa Krause für seinen 80.Geburtstag mühsam von seiner Rente abgespart hatte.

Typisch Politiker dachte sie, immer feiern sie ihre Feste auf Kosten der armen Leute aber bei der kommenden Wahl mache ich ihnen einen gehörigen Strich durch die Rechnung.

Und was macht ihr? Am kommenden Sonntag?

 

Old

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